Erstes Internet-Cafe in Pjöngjang
Das international isolierte Nordkorea öffnet sich ganz allmählich dem Internet.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, bietet jetzt auch eine nordkoreanische Firma einen E-Mail-Dienst an. Das bisher einzige kommerzielle E-Mail-Angebot für Nordkorea kommt seit 2001 von einer in China ansässigen Firma.
Nur sehr wenige Nordkoreaner verfügen aber überhaupt über einen Zugang zu Computer oder Telefon.
Nordkorea hat erst im September in großen Städten und entlang wichtiger Straßen ein Mobilfunknetz gestartet.
Erstes Mobilfunknetz in NordkoreaInternet-Cafe
In der Hauptstadt Pjöngjang soll es ausländischen Besuchern zufolge jetzt außerdem ein Internet-Cafe geben.
Internationale Telefonleitungen, über die Besucher ins Internet gehen können, gibt es nur in wenigen Hotels in Pjöngjang. Fernseh- und Radiogeräte werden in Nordkorea mit voreingestellten Sendern ausgeliefert, mit denen sich nur staatliche Medien empfangen lassen.
Die vorsichtige Offenheit Nordkoreas wird aber auch in Südkorea mit Argwohn betrachtet. Südkoreaner dürfen nur mit Erlaubnis der Regierung E-Mails mit Nordkoreanern austauschen. 2001 wurden sechs Südkoreaner festgenommen, die mit nordkoreanischen Beamten E-Mails ausgetauscht hatten.
