Digitales Kino soll Durchbruch schaffen
Obwohl bereits seit einigen Jahren davon gesprochen wird, soll 2004 der echte Durchbruch für digitales Kino kommen.
Laut den britischen Marktforschern von Screen Digest ist das kommende Jahr ein Wendepunkt: Demnach soll sich die Zahl der britischen Kinos mit digitalen Filmprojektoren auf 400 verdoppeln.
In Großbritannien fördert das UK Film Council die Umrüstung von 250 Kino bis 2005 mit 20 Millionen Pfund.
Die digitale Verbreitung von Filmen bietet neben der optischen Verbesserung weitere Vorteile: Die Distribution kann über Satellit oder Glasfasernetze erfolgen und Untertitel können binnen Minuten ausgetauscht werden.
Bisher ging die Umrüstung vor allem wegen der hohen Kosten von bis zu 125.000 USD eher schleppend voran. Zudem haben die großen Filmstudios aufgrund der fehlenden Standards sowie der Angst vor Piraterie bis dato erst wenige voll digitalisierte Kassenschlager an den Start gelassen.
Schleppendes Wachstum bei DigitalkinosUnabhängige Kinobetreiber
Durch die digitale Verbreitung können zudem die Kosten für Film-Kopien eingespart werden. Eine Kopie auf Film kann bis zu einigen tausend Euros kosten, je nachdem wie schnell der Betreiber den Film nach seinem Start zeigen will. Eine digitale Kopie kostet laut den Kinobetreibern dagegen nicht mehr als 20 USD.
Digitale Filme zeigen keine Abnützungserscheinungen wie von den üblichen Filmrollen gewohnt, Kratzer und Staub auf den Filmen sollen damit der Vergangenheit angehören.
Weiters könnten Kinobetreiber die Filme entsprechend der Nachfrage des Publikums im Spielplan halten und müssten sich nicht nach dem Distributionszeitplan der großen Filmstudios richten
Erst ein Digitalkino in Österreich
In Österreich ist bis jetzt neben dem Imax-Kino nur ein einziger
Kinosaal mit einem digitalen Projektor ausgestattet, Saal fünf im
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