24.12.2003

DIE REAKTION

"Kein Aus für Linzer Powerline"

"Es gibt kein aus für Internet aus der Steckdose. Unsere Produkte sind alle CE-zertifiziert. Wir erfüllen alle rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb der Powerline-Technologie", sagte Johannes Hanetseder, zuständiger Jurist bei der Linz AG am Mittwoch zur fuzo.

Anlass dafür war eine in der fuzo zitierte Aussendung des österreichischen Versuchssenderverbands, der sich wiederum auf einen Bescheid des Verkehrsministeriums berief.

"Diese Falschmeldung des Versuchssenderverbandes wird rechtliche Schritte nach sich ziehen", so Hanetseder weiter, "denn einen Bescheid des Verkehrsministeriums gibt es nicht." Zudem wisse man nicht, ob das angeblich gestörte Equipment zum Funkempfang überhaupt den österreichischen Zulassungsbestimmungen entspreche.

Das Procedere

Die in der Aussendung zitierte Geschäftszahl beziehe sich vielmehr auf ein Schreiben des Fernmeldebüros für Oberösterreich und Salzburg. Die "Sanktionen" bestünden "in einem gemeinsamen Termin zum technischen Informationsaustausch."

Das Bundesministerium für Verkehr sei als zweite Instanz in diesem Überprüfungs-Verfahren tätig und habe sich deshalb auch noch nicht geäußert. Jedenfalls sei man froh, dass es dieses Verfahren überhaupt gebe, so Hanetseder weiter, da man die Gelegenheit nützen werde, ein Gutachten eines international renommierten Wissenschaftlers zur Powerline-Technologie vorzulegen.

"Technisch-rechtlich" sei jedenfalls alles offen, so Hanetseder abschließend. Man werde zeigen, dass Powerline-Technologie einen wesentlichen Beitrag zur Erschließung von Gebieten für breitbandigen Internet-Zugang leisten werde, die bisher davon ausgeschlossen waren. Noch dazu, wenn man "billiger als alle Konkurrenten" sei.