Time Warner bietet Internet-Telefonie
Der US-Kabel-TV-Betreiber Time Warner Cable will seinen 18 Mio. Kunden bis zum Ende des kommenden Jahres Internet-Telefonie [Voice over IP - VoIP] anbieten.
Dazu hat das Unternehmen entsprechende Verträge mit den Telekom-Unternehmen Sprint und MCI geschlossen, die als Carrier für Ferngespräche dienen sollen bzw. weitere Dienste, unter anderem die Verbindung zwischen den Kabelnetzen und den örtlichen Festnetzen, zur Verfügung stellen.
Time Warner, der zweitgrößte Kabel-Betreiber des Landes, hätte die entsprechenden Dienste auch selbst entwickeln können, hieß es von Unternehmensseite. Durch den Zukauf könnte das Unternehmen aber schneller tätig werden.
"Wir brennen darauf, rasch in diesen Markt einzusteigen", erklärte Time-Warner-Cabel-Chef Glenn Britt. Time Warner Cabel hat im Frühling bereits einen entsprechenden Dienst in Portland im US-Bundesstaat Maine gestartet.
America Online blutet ausVerschärfung des Wettbewerbs
Bis zur jetzigen Ankündigung gingen die Erwartungen davon aus, dass das Unternehmen sein VoIP-Angebot auf Portland, Rochester und zwei Netze in North Carolina beschränkt.
Die Ausweitung des Angebots auf alle Kunden in den USA dürfte nicht nur VoIP neuen Antrieb geben, sondern auch den Wettbewerb zwischen Kabel-Unternehmen und Telekomunternehmen erneut verschärfen.
Schon bisher haben die so genannten Baby Bells, die Anbieter von regionalen Telefongesprächen Millionen, von Kunden an Kabel-Gesellschaften und Internet-Companies verloren.
