Salzburger EMTS stellt Konkursantrag
Der an der Zürcher Börse notierte Salzburger Handy-Dienstleister EMTS Technologie AG hat am Montag einen Konkursantrag gestellt.
Der Grund für den Konkursantrag sei das Scheitern der Gespräche mit der Bank Austria Creditanstalt [BA-CA] über Möglichkeiten wie einen Schuldennachlass oder den Wandel der Forderungen in Mezzanin-Kapital, berichtete EMTS-Vorstand Christian Rosner.
"Ich kann die Bank Austria Creditanstalt bis zu einem gewissen Punkt verstehen, die Schulden der EMTS stehen in keiner Relation zum Ertrag", so Rosner.
Verhandlungen über Verkauf der Töchter
Die EMTS-Holding in Wien beschäftige drei Mitarbeiter, bei den
drei Töchtern in Italien, Deutschland, Spanien sind es rund 469
Mitarbeiter. EMTS geht von einer Fortführung der Gesellschaften mit
neuen Eigentümern aus, Gespräche mit Interessenten seien im Laufen.
Banges Warten für EMTSSchulden in Höhe von 15,7 Mio. Euro
Die Netto-Verbindlichkeiten von EMTS bei der BA-CA beliefen sich auf 15,7 Mio. Euro.
Die Betriebsergebnisse des Unternehmens stellen sich positiv dar. Für das zweite Halbjahr [per 31.10.] wurde ein EBITDA [vor Abschreibungen] von plus 900.000 Euro ausgewiesen.
Für 2004 plant EMTS einen Umsatz von rund 30 Mio. Euro und ein EBITDA von 1,5 Mio. Euro [ohne Holding] bzw. von 800.000 Euro [mit Holding] trotz des weiterhin unfreundlichen Branchenklimas.
