Erster Infomatec-Gründer verurteilt
Wegen Insiderhandels ist der Gründer der insolventen Infomatec AG, Gerhard Harlos, von einem deutschen Gericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.
Der einstige Börsenstar des Neuen Marktes hatte in dem Verfahren ein Teilgeständnis abgelegt. Geprellte Anleger können nach Ansicht von Aktionärsschützern nun möglicherweise auf Schadenersatz hoffen.
Das Gericht verurteilte den 42-jährigen Harlos zudem zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro. Das beschlagnahmte Vermögen von 380.000 Euro fällt an den deutschen Staat.
Keine Verjährung im Infomatec-ProzessVerfahren gegen zweiten Manager geht weiter
Harlos hatte eingeräumt, in Zeiten des Börsenbooms Aktien im Wert von mehr als 15 Millionen Euro nach falschen Börsenmeldungen und unterlassenen Gewinnwarnungen verkauft zu haben, um einem erwarteten Kurssturz zuvorzukommen.
Der mitangeklagte zweite Firmengründer Alexander Häfele beharrte dagegen auf seiner Unschuld. Gegen ihn wird am Dienstag weiterverhandelt.
