Sun rüstet China mit Linux aus
Immer wieder hat der US-Computerhersteller Sun den verstärkten Kampf gegen Microsofts Dominanz auf dem Computer-Desktop angekündigt.
Am Dienstag gab der Hersteller bekannt, dass China im kommenden Jahr eine Million Rechner mit Suns Linux-Software ausrüsten soll. Die Kosten dafür sollen 50 USD pro Lizenz betragen, inklusive des MS-Office-Konkurrenzprodukts Star Office 7.
Sun-Chef Scott McNealy sagte, dass das nicht die einzige Möglichkeit sei, Star Office auf den Desktop zu bringen. Man werde jedes zuständige Ministerium auf dem Planeten ansprechen.
Am Montag hatte Sun die Verwendung von Opteron-Prozessoren von AMD bei Computern im Business-Bereich angekündigt. Sun will seine neuen Low-End-Server "Sun Fire" im Frühjahr 2004 mit AMDs Opteron-Chips ausliefern.
AMD und Sun kooperierenChina will weg von Microsoft
Microsoft hat in China bereits einige Rückschläge erlitten. In Schanghai wollen insgesamt 2.000 Schulen die Office-Software des Redmonder Konzerns von ihren Rechnern verbannen und stattdessen das WPS2003-Programm von Kingsoft, einem der größten chinesischen Softwarehersteller, verwenden.
Die chinesische Regierung plant zudem nach Angaben von Regierungsvertretern, die Entwicklung und den Einsatz von Linux in China finanziell zu unterstützen.
Demnach will China auf dem derzeit am schnellsten wachsenden Technologiemarkt eine eigene Softwareindustrie rund um Linux aufbauen.
