Deutsche Regierung gibt DT-Aktien ab
Die deutsche Bundesregierung hat für 5,5 Milliarden Euro Aktien der Deutschen Telekom [DT] und der Post an die Kreditanstalt für Wiederaufbau [KfW] abgegeben.
Das Geld fließt direkt in den deutschen Bundeshaushalt und soll helfen, das Staatsdefizit zu decken. Im Gegenzug gibt der Bund der Staatsbank ein Darlehen über 500 Millionen Euro.
Die Staatsbank tritt mit dem Geschäft als Platzhalter für den Bund auf, der die Aktien derzeit nicht über die Börse verkaufen will. Die Stimmrechte für die Aktien werden weiterhin dem Bund zugerechnet. An der DT halten das Institut künftig 16,7 Prozent und der Bund 26,1 Prozent.
Die KfW übernimmt 4,7 Prozent der DT und 30 Prozent der Deutsche Post WorldNet AG vom Bund. Sie erwirbt die Anteilsscheine mit einem deutlichen Abschlag vom aktuellen Marktkurs. Damit wird verhindert, dass die Bank bei einem Kursverfall Abschreibungen auf die Aktien vornehmen müsste. Bei einem Weiterverkauf der Aktien wird der Bund am Mehrerlös beteiligt.
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