Siemens streicht 330 Arbeitsplätze
Siemens Österreich baut bei seiner Softwaretochter PSE [Programm- und Systementwicklung] bis spätestens Ende des laufenden Geschäftsjahres 2003/04 [30. September 2004] 330 Mitarbeiter ab.
Der Personalabbau betreffe alle drei PSE-Standorte in Wien, Graz und Villach, mit derzeit insgesamt 2.900 Mitarbeitern, so ein Siemens-Sprecher. Das Hauptkontingent entfalle auf PSE in Wien-Siemensstraße und Gudrunstraße.
Die Maßnahmen seien wegen Schwierigkeiten auf dem Telekom-Markt und wegen der Tendenz notwendig geworden, weniger komplexe Softwarelösungen zunehmend in Entwicklungsländern herstellen zu lassen. Damit solle die Zukunft der PSE nachhaltig abgesichert werden.
Die Höhe der durch diese Maßnahmen erzielbaren Einsparungen für das Unternehmen wurde bisher nicht genannt.
Siemens-Softwaresparte wird restrukturiertEin Prozent weniger für Management
Den Gekündigten stehe die Wahl offen, entweder in eine Arbeitsstiftung [WAAF in Wien] einzutreten oder eine Sonderabfertigung zusätzlich zu ihrer gesetzlichen Abfertigung in Anspruch zu nehmen. Bei sozialen Härtefällen werde Siemens Österreich individuelle Unterstützung leisten, so der Sprecher weiter.
Zusätzlich wurde zwischen dem PSE-Management und dem Betriebsrat ein auf drei Jahre befristeter Verzicht auf Prämien und ein einprozentiger Gehaltsverzicht auf Dauer bei Führungskräften vereinbart. So wird die einmal jährlich ausbezahlte Erfolgsprämie nur mehr zur Hälfte ausgeschüttet und die inviduelle Leistungsprämie zur Gänze gestrichen.
