01.09.2003

ÖSTERREICH

Siemens-Softwaresparte wird restrukturiert

Die Software-Unternehmenssparte von Siemens Österreich [Programm- und Systementwicklung, PSE] muss wegen rückläufiger Aufträge restrukturiert werden.

Seit kurzem laufen dafür Gespräche zwischen Management und Betriebsrat: "Wir werden die Zahl von 3.200 Mitarbeitern nicht halten können", bestätigte Siemens-Österreich-Sprecher Karl Strasser am Montag.

Wie hoch der Stellenabbau ausfallen wird, sei noch offen und hänge von den zu setzenden Maßnahmen ab. In der Branche ist von einigen hundert Mitarbeitern die Rede.

Strukturelle Probleme

Die PSE sei wegen der Schwäche auf dem Telekom-Markt "unter Druck geraten", begründete Strasser den Restrukturierungsbedarf. Zudem sei das Auftragsvolumen des größten PSE-Auftraggebers, der Netzwerk- und Mobilfunksparte [ICN und ICM] des Siemens-Konzerns, rückläufig.

Strukturelle Probleme gebe es auch wegen der hohen Lohnsituation nicht nur für Forschung, sondern auch für Entwicklung in Österreich. Daher überlege man nun, österreichische Mitarbeiter der PSE in Osteuropa-Standorte auszulagern, so Strasser.

Neben diesen Auslagerungen würden auch Frühpensionierungen, Altersteilzeit und Kündigungen geprüft. Die Gespräche zwischen Management und Betriebsrat würden sicher noch einige Wochen dauern, meint der Sprecher. Bisher seien jedoch noch keine Mitarbeiter zur Kündigung beim Frühwarnsystem des AMS angemeldet worden.