09.11.2003

OPEN SOURCE

China will in Linux investieren

Die chinesische Regierung plant nach Angaben von Regierungsvertretern die Entwicklung und den Einsatz von Linux in China finanziell zu unterstützen.

Demnach will China im derzeit am schnellsten wachsenden Technologiemarkt eine eigene Softwareindustrie rund um Linux aufbauen.

"Linux ist für uns eine Chance einen Durchbruch bei der Entwicklung von Software zu machen", so Gou Zhongwen, Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Informationsindustrie. Der Markt könne sich jedoch ohne staatliche Unterstützung nicht in großem Maße entwickeln, so der Vizeminister weiter.

Derzeit wird der Markt von Herstellern wie Microsoft, Oracle, IBM, Sybase, UFSoft und Kingsoft dominiert.

Asiens Linux-Pläne

Im September haben Japan, China und Südkorea offiziell die gemeinsame Entwicklung eines Desktop-Betriebssystems angekündigt, das die derzeitige Monopolstellung von Microsofts Windows in Asien beenden soll.

"Die Grundidee ist, eher eine existierende Windows-Alternative wie Linux einer weiteren Verbreitung zuzuführen, anstatt ein komplett neues System zu entwickeln", sagte dazu ein Sprecher des japanischen Industrieministers.

Die Pläne haben erwartungsgemäß Microsoft auf den Plan gerufen. "Wir würden gerne den Markt entscheiden lassen, wer die Gewinner der Software-Industrie sind", so Tom Robertson, bei Microsoft zuständig für Regierungsaufgaben in Asien. Regierungen sollen nicht in der Position sein, darüber zu entscheiden, wer gewinnt, so Robertson.