Neues Konzept für Frankfurter Chipfabrik
Mit einem neuen Konzept soll die geplante Chipfabrik in Frankfurt an der Oder einem Zeitungsbericht zufolge gerettet werden.
Die Betreiberfirma Communicant setze bei dem neuen Geschäftsmodell nicht nur auf die Produktion von Speicherchips, sondern auch auf Dienstleistungen, berichtete die "Financial Times Deutschland" [Dienstag-Ausgabe].
Man verfolge "einen völlig neuen Kunden- und Account-Ansatz", hieß es demnach in unternehmensnahen Kreisen. Die Chipfabrik werde "etwas kleiner" als ursprünglich geplant, sodass weniger als die bisher bekannten 1,3 Milliarden Euro investiert würden.
Chipfabrik bleibt Milliardenprojekt
Es bleibt jedoch ein Milliardenprojekt. Der neue Geschäftsplan
sehe vor, mit niedrigeren Kapazitäten als ursprünglich kalkuliert
anzufahren und die Produktion schrittweise zu steigern. "Wir planen
nicht nur mit veränderten Zeitzyklen, sondern auch mit neuen
Technologiebereichen", hieß es.
Intel-Chef skeptisch zu neuer ChipfabrikBusiness-Plan fertig
Der Business-Plan wurde laut "FTD" am Wochenende in San Francisco verabschiedet. Neben der Communicant-Führung seien Bankenvertreter von ABN Amro sowie Experten des Marktforschungsunternehmens Gartner daran beteiligt gewesen, die bisher als scharfe Kritiker des Projekts gegolten hätten.
Die Chancen auf eine für die Chipfabrik lebensnotwendige staatliche Bürgschaft erhöhe sich damit deutlich. Zuletzt hätten die Finanz- und Wirtschaftsministerien von Bund und Brandenburg auf Grundlage eines ablehnenden Gartner-Gutachtens eine staatliche Haftung abgeblockt.
