04.11.2003

EINE MRD. EURO

Neues Konzept für Frankfurter Chipfabrik

Mit einem neuen Konzept soll die geplante Chipfabrik in Frankfurt an der Oder einem Zeitungsbericht zufolge gerettet werden.

Die Betreiberfirma Communicant setze bei dem neuen Geschäftsmodell nicht nur auf die Produktion von Speicherchips, sondern auch auf Dienstleistungen, berichtete die "Financial Times Deutschland" [Dienstag-Ausgabe].

Man verfolge "einen völlig neuen Kunden- und Account-Ansatz", hieß es demnach in unternehmensnahen Kreisen. Die Chipfabrik werde "etwas kleiner" als ursprünglich geplant, sodass weniger als die bisher bekannten 1,3 Milliarden Euro investiert würden.

Business-Plan fertig

Der Business-Plan wurde laut "FTD" am Wochenende in San Francisco verabschiedet. Neben der Communicant-Führung seien Bankenvertreter von ABN Amro sowie Experten des Marktforschungsunternehmens Gartner daran beteiligt gewesen, die bisher als scharfe Kritiker des Projekts gegolten hätten.

Die Chancen auf eine für die Chipfabrik lebensnotwendige staatliche Bürgschaft erhöhe sich damit deutlich. Zuletzt hätten die Finanz- und Wirtschaftsministerien von Bund und Brandenburg auf Grundlage eines ablehnenden Gartner-Gutachtens eine staatliche Haftung abgeblockt.