Intel-Chef skeptisch zu neuer Chipfabrik
Der Chef des amerikanischen Computerchip-Konzerns Intel hält laut einem Bericht des in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt" [Montagsausgabe] die Verwirklichung der im Rohbau bereits fertiggestellten Chipfabrik im ostdeutschen Frankfurt an der Oder für nicht mehr wahrscheinlich.
Dem Blatt zufolge sagte Craig Barrett: "Je länger es dauert, desto unwahrscheinlicher wird eine Realisierung des Projekts."
"Jetzt müssen andere ihre Aufgaben erfüllen"
Intel ist an dem Projekt als Technologielieferant beteiligt.
Barrett wurde mit den Worten zitiert: "Im Ernstfall muss Intel 40
Millionen USD abschreiben. Das ist nicht schön für uns." Barrett
betonte, die Entscheidung über die Fabrik liege nicht bei ihm. "Wir
haben sowohl unsere Technologie zur Verfügung gestellt als auch
unser Geld einbezahlt. Jetzt müssen andere ihre Aufgaben erfüllen."
IntelVerwirklichung des Projekts gefährdet
Die Verwirklichung des Projekts mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Euro ist seit Monaten gefährdet. Finanziers sind neben Intel mit einem Anteil von 40 Millionen USD das Emirat Dubai mit 250 Millionen USD und das Land Brandenburg mit 38 Millionen USD.
Eine Verwirklichung hängt davon ab, ob der Bund und das Land eine Bürgschaft für 80 Prozent der nötigen Bankkredite von 650 Millionen Euro übernehmen. Die Entscheidung steht noch aus.
