Sonnenstürme waren bis Tirol sichtbar
Mit spektakulären Polarlichtern haben die anhaltenden Sonnenstürme in der Nacht auf Freitag erneut den Himmel entflammt. Das üblicherweise auf nordeuropäische Breiten beschränkte Phänomen war auch in Oberösterreich und Tirol zu sehen.
Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt [DLR] berichtete über kurzzeitige Fehlfunktionen von Satelliten durch die Strahlungsausbrüche der Sonne. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA flaute der jüngste Sonnensturm bereits wieder ab.
Zuvor waren zwei schnell fliegende Gaswolken von der Sonne über die Erde hinweggefegt. Nach NASA-Angaben handelte es sich um die gewaltigsten Sonnenstürme seit 14 Jahren. Die durch Sonneneruptionen ausgelösten Partikelstürme lösten durch den Zusammenstoß mit Stickstoff- und Sauerstoffmolekülen in einer Höhe von rund 70 bis 100 Kilometern Polarlichter aus.
Der zweite Sturm war den Wissenschaftlern zufolge ähnlich stark wie der erste und traf mit bis zu acht Millionen Kilometern pro Stunde auf die Erde.
Sonnensturm ohne größere SchädenVermehrte UFO-Beobachtungen
Beobachter aus Deutschland und darüber hinaus beschrieben grün-weiß wabernde Polarlicht-Vorhänge, knallrote Leuchtgebilde und züngelnde weiße Streifen.
"Es war, als ob der Himmel brannte", so ein Anrufer aus den Niederlanden beim Mannheimer UFO-Telefon des "Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene" [CENAP], bei dem Meldungen über "obskure Leuchtgestalten" eingingen. In den USA wurden auch in Texas und South Carolina noch Polarlichter beobachtet.
In höheren Regionen stören derartige Sonnenstürme das Magnetfeld der Erde und dadurch die Computersysteme der Satelliten. Japan verlor vermutlich durch den Sonnensturm den Kontakt zu einem seiner Satelliten. Die Suche nach Midori-2 sei abgebrochen worden, so die japanische Raumfahrtbehörde.
In der südschwedischen Stadt Malmö soll der Sonnensturm zudem einen Stromausfall verursacht haben.
Bilder aus Oberösterreich
