Sonnensturm ohne größere Schäden
Der starke Sonnensturm, der zurzeit um die Erde fegt, hat zu heftigen Schwankungen des Erdmagnetfeldes geführt, aber nicht die befürchteten größeren Schäden angerichtet.
Allerdings mussten mehrere Flüge umgeleitet werden, und japanische Forscher verloren den Kontakt zu einem ihrer Satelliten. Größere Stromausfälle wurden jedoch nicht gemeldet. Der Partikelsturm, der am Mittwochvormittag auf die Erde traf, war nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA der gewaltigste seit 14 Jahren.
Auf sehr weit nördlich gelegenen Flugrouten fiel der Sprechfunk von Piloten durch den Sonnensturm aus. Britische Transatlantikflüge wurden daher auf südlichere Routen umgeleitet. Auf der Internationalen Raumstation [ISS] brachten sich die beiden Astronauten im hinteren Teil der Station in Sicherheit.
Jeweils zwei Mal während der insgesamt drei Erdumrundungen sollten die ISS-Astronauten in dem am stärksten gegen Strahlung abgeschirmten Modul Schutz suchen, bis die ISS den Bereich des Sonnensturms wieder verlassen hat.
Heftigster Sonnensturm seit JahrenWeitere Störungen zu erwarten
In Tokio verlor die japanische Weltraumbehörde JAXA Kontakt zu einem Forschungssatelliten. Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, musste bereits am Samstag ein zweiter Satellit abgeschaltet werden. Zunächst war unklar, ob ein Zusammenhang zwischen der Fehlfunktion und dem Sonnensturm bestand.
Noch in der kommenden Woche beträfen die Turbulenzen die Erde, teilten Weltraumforscher mit. Sie hatten zunächst den Ausfall von Fernsehübertragungen, GPS-Navigation und Satelliten-Navigationssystemen befürchtet.
Die Partikelwolke, die durch eine spektakuläre Eruption auf der Sonnenoberfläche ausgelöst wurde, ist 13 Mal so groß wie die Erde und bewegte sich mit rund acht Millionen Kilometern pro Stunde durch das All. Nach Angaben von amerikanischen Wissenschaftlern traf sie am Mittwoch um 7.13 Uhr MEZ auf das Magnetfeld der Erde, etwa zwölf Stunden früher als berechnet.
