Carly Fiorina verteidigt ihre Strategie
Der weltweit zweitgrößte Computerkonzern Hewlett-Packard schreibt nach Angaben seiner Chefin Carly Fiorina in diesem Jahr in jedem einzelnen Segment schwarze Zahlen.
Das sagte sie in der heutigen Ausgabe der deutschen Tageszeitung "Handelsblatt" . Trotz der Kritik von Analysten an einer mangelnden Fokussierung des Konzerns bekräftigte Fiorina das Vorhaben, auch künftig auf Privat- und Geschäftskunden setzen.
Die Sparte Bildbearbeitung und Drucken hatte die Verluste im PC-Geschäft und hohe Restrukturierungskosten nach der Compaq-Übernahme im letzten Quartal wettmachen müssen.
Die QuartalsbilanzGröße und langer Atem
"Wir wissen genau, wohin wir wollen: nämlich in beide Märkte", bekräftigte Fiorina. HP sei der einzige Computerkonzern, der heute das gesamte Spektrum vom Hochleistungsserver bis zum PC und Drucker abdecke, sagte die Vorstandsvorsitzende.
Im Wettlauf um den PC-Massenmarkt setzt HP auf Größe und einen langen Atem: "Wir haben bereits heute einen größeren Marktanteil im PC-Geschäft als IBM, Fujitsu Siemens und Toshiba zusammen." Von Marktführer Dell trenne HP wesentlich weniger als eine Monatsproduktion, sagte Fiorina.
Duell mit Big Blue
IBM konnte Dell im zweiten Quartal 2003 die Marktführerschaft im
Bereich Server streitig machen. Big Blue kam auf 30,4 Prozent der
weltweiten Server-Erlöse, HP fiel auf 27,7 Prozent der Umsätze
zurück.
IBM wieder Erster
