12.10.2003

ZU GENF

Telekom-Krise offiziell beendet

Spaniens König Juan Carlos und der Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin haben am Samstag in Genf die Telekommunikationsmesse "ITU Telecom World 2003" eröffnet.

Informationstechnologien seien ein "Instrument der Integration, des Friedens und des gegenseitigen Verständnisses", sagte König Juan Carlos in seiner Rede zu Beginn der alle vier Jahre stattfindenden internationalen Messe, die bis zum 18. Oktober dauert.

Gegen den digitalen Graben

Juan Carlos plädierte für eine verstärkte Kooperation im Bereich der Telekommunikation. Insbesondere sollen die wirtschaftlich schwächsten Länder besser eingebunden werden.

Nur so werde die ganze Welt vom technologischen Fortschritt profitieren: "Freiheit ist an den Austausch von Informationen gebunden", sagte Couchepin. "Auf Dauer kann man kein informiertes Volk unterdrücken."

Krise offiziell für beendet erklärt

ITU-Generalsekretär Yoshio Utsumi sagte, die vier Krisenjahre der Telekommunikationsbranche seien definitiv vorbei. Der gesamte Sektor sei wieder auf Wachstumskurs. Jetzt gelte es, niemand von der neuen positiven Entwicklung auszuschließen, sagte Utsumi.

Mit etwas über 900 Ausstellern ist die Messe immer noch das größte einschlägige Event.

Zwar sei die Zahl der Aussteller gegenüber 1999 um 200 zurückgegangen, aber das sei nach dem dramatischen Wirtschaftseinbruch in der Branche nicht verwunderlich, hieß es bei der ITU.

Die meisten Aussteller kommen aus Asien und den USA, laut Messe-Datenbank sind nur drei Firmen aus Österreich vertreten.