KaZaA bietet RIAA Kooperation an
Die Betreiber der Tauschbörse KaZaA und ihr Geschäftspartner Altnet wollen die legalen Angebote auf ihrer Plattform erhöhen und gleichzeitig der Musikindustrie ein Friedensangebot gemacht.
Dazu haben sie der Musikindustrie ein Geschäftsmodell vorgeschlagen, bei dem die Lieder zwar weiter über das KAZaA-Netzwerk vertrieben werden, jedoch eine Gebühr fällig wird, um die Lieder auch anhören zu können.
Laut Berechnungen der DCIA [Distributed Computing Industries Association], die KaZaA-Betreiber Sharman und Altnet vertritt, könnten mit dem Geschäftsmodell 900 Millionen USD im Monat für die Musikwirtschaft erwirtschaftet werden, vorausgesetzt, die anderen File-Sharing-Netzwerke mit Grokster und Morpheus kooperieren mit der Musikindustrie
Zuerst sollen kopiergeschützte Lieder über KaZaA vertreiben werden, die notwendige Technologie für die Entschlüsselung will KaZaA gegen Bezahlung bereitstellen. Später sollen die Internet-Service-Provider die Abrechnung übernehmen, dazu müssten sie jedoch die Zahl der heruntergeladenen Songs verfolgen.
Provider wollen nicht Netz-Polizei spielenMusikindustrie winkt ab
Diese haben jedoch mittlerweile eine eigene Interessenvertretung gegründet und bis dato wenig Kooperationsbereitschaft gezeigt.
Der Vorschlag wurde von der Musikindustrie jedoch nicht im gedachten Maße angenommen. "Es ist schwer, derartige Vorschläge ernst zu nehmen, wenn gleichzeitig User zum Gesetzesbruch verführt werden und der Einsatz von erhältlichen Technologien zum Stopp stur verweigert wird", so RIAA-Sprecher Jonathan Lamy. Sie favorisiert eher Apples iTunes-Musikstore.
