Filme schneller im Netz als im Kino

studie
24.04.2007

Zwei Drittel der Kinofilme sind spätestens am Eröffnungswochenende auch über Tauschbörsen wie BitTorrent herunterzuladen.

Drei von fünf Kinofilmen können illegal im Internet heruntergeladen werden.

61 Prozent aller Streifen, die in den vergangenen Monaten in deutschen Kinos angelaufen sind, seien online als Raubkopien verfügbar, teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen [GVU] am Dienstag in Berlin mit.

Betroffen seien vor allem erfolgreiche Filme mit 50.000 oder mehr Besuchern am Startwochenende. Von diesen seien 93 Prozent online verfügbar.

Filme mit 10.000 bis 50.000 Zuschauern am Startwochenende seien zu 89 Prozent im Internet. Für die Studie wurden jene 383 Filme ausgewertet, die von April 2006 bis Februar 2007 in deutsche Kinos kamen.

3,7 Tage vor dem Kinostart im Netz

Thriller und Zeichentrickfilme seien zu hundert Prozent im Netz zu finden. Actionfilme, Horrorstreifen und Komödien seien zu 81 Prozent, Kinderfilme zu 57 Prozent, Dramen zu 52 Prozent und Dokumentarfilme zu zwölf Prozent illegal ins Internet gestellt worden.

Im Durchschnitt seien die Streifen 3,7 Tage vor dem offiziellen Kinostart im Internet verfügbar, hieß es weiter. Die häufigsten Bildquellen sind DVD-Kopien mit 43 und Abfilmungen aus Kinos mit 33 Prozent, "beides in der Regel aus den USA stammend". Der deutsche Ton werde am häufigsten im Filmtheater aufgenommen.

(AFP | dpa)