BMG und AOL streiten um 150 Mio. USD
Die Gespräche über eine Fusion von AOL Time Warners Musikunternehmen Warner Music und Bertelsmann Music Group [BMG] könnten an Bertelsmanns Bereitschaft scheitern, rund 150 Mio. USD in bar an AOL zu zahlen.
Der Betrag ist von AOL als Teil des Deals gedacht, um den Wert der beiden Unternehmen auszugleichen. AOL bewertet sein Tochterunternehmen Warner Music höher als BMG, die Deutschen beharren jedoch darauf, dass der Unterschied nicht signifikant sei, weil es mit seinen Tonträgern hohe Umsätze erreiche.
Die Gespräche über einen Merger der beiden Musikunternehmen laufen bereits seit Monaten. Gedacht ist ein 50:50-Unternehmen von Warner Music und BMG, der Deal würde jedoch nicht die Verlagsgeschäfte der beiden Unternehmen beinhalten.
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Vorsitzende beider Unternehmen treffen sich am Mittwoch zum dritten Meeting innerhalb der letzten zehn Tage. Wenn keine Einigung erzielt wird, könnten beide Unternehmen die Gespräche abbrechen, hieß es aus Unternehmenskreisen.
Demnach dürfte sich Bertelsmann aber auch weiterhin wehren, die von AOL geforderte Summe zu bezahlen, obwohl der Betrag in dem insgesamt ungefähr zwei bis 2,5 Mrd. USD schweren Deal verhältnismäßig gering ist. Eine Einigung ist daher eher unwahrscheinlich, so die Unternehmenskreise.
Sollten die Verhandlungen tatasächlich scheitern, haben sowohl Warner Music als auch BMG die Option auf einen Merger mit dem britischen Musikunternehmen EMI.
EMI hatte im vergangenen Jahr versucht, mit beiden Unternehmen einen Deal für eine Akquisition der Musikgeschäfte auszuhandeln, beide Male bekam EMI jedoch eine Absage. AOL hatte dabei Sorgen, dass europäische und US-Kartellämter das Geschäft verhindern könnten.
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