12.09.2003

KOLPORTIERT

Siemens Österreich baut Vorstand um

Nach dem angekündigten Umbau der Softwaresparte soll nun auch der Vorstand von Siemens Österreich umgebaut werden. Das berichtet der Kurier. Mit Oktober soll Georg Antesberger [55] in die Chefetage einziehen und den Bereich Energie übernehmen.

2005 soll Antesberger auch formal in den Vorstand aufrücken und Konrad Pernstich ablösen. Pernstich ist im Vorstand für das Regionalgeschäft in sechs mittel- und osteuropäischen Ländern verantwortlich.

Der Einzug von Antesberger in den Vorstand bringt demnach für den bisherigen Leiter der Energie-Sparte, Gottfried Schuster, einen neuen Job. Schuster werde Chef der Geschäftsführung der Siemens SGP Verkehrstechnik.

Verlagerung in östliche Nachbarstaaten

Wegen Auftragsrückgänge aus dem Konzern vor allem im Bereich Netzwerke und Mobilfunk sollen zudem mindestens 200 bis 300 der insgesamt 3.500 heimischen Software-Entwickler abgebaut werden. Weitere Maßnahmen sind die Streichung von Überstunden bzw. Arbeitszeitverkürzungen.

Durch die Verlagerung weiterer Kapazitäten in die Nachbarländer sollen die Preise für die Softwareleistungen der PSE an den Konzern gedrückt werden. Gemeinsam mit der indischen Software-Tochter des Konzerns soll PSE in neue Märkte wie etwa China gehen.

Regional verlagert werden könnten mittelfristig auch Kompetenzbereiche innerhalb der Siemens-Österreich-Gruppe. Siemens-Österreich ist für das gesamt Konzerngeschäft in der Slowakei, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien, Kroatien und Rumänien verantwortlich.