18.08.2003

START/STOPP

Microsoft mit chronischer PR-Schwäche

Microsoft will den E-Mail- und Newsclient Outlook Express nun doch weiterentwickeln.

"ZDNet" hatte letzte Woche unter Berufung auf den Leiter der "Information Worker Product Management Group" bei Microsoft, Dan Leach, berichtet, dass die Software nicht weiterentwickelt würde.

Auf der Website von Microsoft war aber nichts von der geplanten Einstellung zu lesen.

Interne Kommunikation mangelhaft

Nach Nutzerprotesten und einer offensichtlich chaotischen internen Klärung des Sachverhalts ruderte Leach jetzt in der Sache zurück:

Demnach war die Einstellung der Outlook-Express-Entwicklung zwar zeitweilig geplant, aber zum Zeitpunkt seines Statements schon wieder verworfen worden.

Chronische PR-Probleme

Die neuerliche PR-Panne zeigt offensichtliche Kommunikationsschwächen des größten Software-Konzerns auf:

Erst im Mai hatte sich die Internet-Toilette "iLoo" zu einem waschechten PR-Desaster für Microsoft entwickelt, das anschließend zu harscher Selbstkritik führte und die Öffentlichkeitsarbeit des Software-Konzerns in heftige Turbulenzen stürzte.

Und kurz davor hatten Aussagen zu einer eigenen Suchmaschine die Öffentlichkeit verwirrt.