High-Tech in Österreichs Kinderzimmern
Immer mehr Kinder sind schon im frühen Alter technisch bestens ausgestattet.
So verfügt fast jedes zweite Kind über ein TV-Gerät [45 Prozent] und ein Handy [49 Prozent], jedes dritte österreichische Kinderzimmer ist zudem mit einem eigenen Computer [29 Prozent] bestückt.
Das ergab eine Studie von Sensor Marktforschung im Auftrag der mobilkom austria, die den Alltag der Generation der Technologie-Kids näher untersucht.
Computer-Know-how
Schon im Volksschulalter schätzen die Buben und Mädchen ihr
Computer-Know-how gleich ein wie das der Mütter, bloß der Vater
kennt sich noch ein bisschen besser aus. Die Elf- bis 14-Jährigen
meinen bereits, die Nase vor beiden Elternteilen zu haben.
SensorFernseher im Kinderzimmer
Demnach sind schon 37 Prozent der jüngeren Kinder von sechs bis zehn Jahren in Österreich mit eigenem Fernseher ausgestattet. Bei den Elf- bis 14-Jährigen steigt der Wert auf 53 Prozent.
Vor allem im Osten des Landes hat der Fernseher Einzug in über die Hälfte aller Kinderzimmer gehalten. In Wien besitzen 60 Prozent der Kinder ein eigenes Fernsehgerät, in Niederösterreich und dem Burgenland sind es gar 65 Prozent. In Tirol und Vorarlberg steht in jedem zweiten Kinderzimmer ein TV-Apparat.
Den geringsten Wert weisen die Bundesländer Kärnten, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg auf, wo im Durchschnitt 27 Prozent der Kinder im eigenen Zimmer fernsehen können.
Internet-User sehen weniger fern
Laut dem jährlichen Internet-Report der Universität von
Kalifornien sinkt der TV-Konsum parallel zur steigenden Erfahrung im
Internet. Internet-User verbrachten 2002 durchschnittlich 11,2
Stunden pro Woche vor dem Fernseher [2001: 12,3 Stunden], während
Personen ohne Netzzugang satte 16 Stunden pro Woche in die
Flimmerkiste schauten.
Elf Stunden pro Woche für Internet und TVNur zwölf Prozent ohne Computer
Nicht nur mit TV-Geräten, sondern auch mit Computern sind schon die Jüngsten recht gut bestückt.
Auch hier führt der Osten, während in 38 Prozent der Wiener Kinderzimmer ein PC steht, haben nur zehn Prozent des Vorarlberger Nachwuches einen Rechner im eigenen Zimmer. In Niederösterreich und dem Burgenland können 28 Prozent, in der Steiermark und Kärnten jeweils 24 Prozent der Kinder in den eigenen Räumlichkeiten einen Computer nutzen.
59 Prozent der Kinder müssen ihren Rechner jedoch mit anderen Familienmitgleidern teilen.
Doch auch die Kids in den anderen Bundesländern haben zumindest Zugang zu einem Rechner im Haushalt. In Salzburg und Oberösterreich haben laut der aktuellen Studie inzwischen 96 Prozent aller Haushalte mit Kindern einen Computer, 29 Prozent dieser Familien-PCs wurden sogar vom Wohn- ins Kinderzimmer übersiedelt.
Nur zwölf Prozent der Kinder haben überhaupt keinen PC zu Hause.
Laut einer Umfrage der Statistik Austria haben bereits 1,5 Millionen oder 45 Prozent der österreichischen Haushalte einen Computer.
Jeder dritte Haushalt bereits online
Einen Internet-Zugang hatte mit einer Million fast jeder dritte
Haushalt - exakt 31 Prozent.
Eine Million Haushalte im NetzHälfte der Kids mit Handy
Bei den Mobiltelefonen liegt die Penetration unter Österreichs Jüngsten in der Studie [den Sechs- bis Zehnjährigen] bei 49 Prozent, bei den Elf- bis 14-Jährigen sind es laut der Studie gar über 90 Prozent.
Die Handyrechnung zahlen für die Jüngeren zum überwiegenden Teil [82 Prozent] die Eltern. Durchschnittlich ab dem elften Lebensjahr muss sich ein Drittel der Kids die Rechnung mit den Eltern teilen, 27 Prozent müssen ihre Telefonate und SMS ab diesem Zeitpunkt ganz allein berappen.
