Webcams überwachen Schulunterricht
In der Biloxi Public School in Mississippi wird diese Woche erstmals der Unterricht von Webcams überwacht. Sprecher der Schule sagten, dass die Schule die erste in den USA sei, in der jeder Klassenraum über eine Webcam verfüge.
Die Kameras werden keinen Ton aufzeichnen und dienen laut dem Sicherheitssprecher der Schule der Sicherheit der Schüler.
Außerdem sollen lediglich der Schuldirektor, die stellvertretenden Direktoren, Aufsichtspersonen und Mitglieder des Schulgremiums Zutritt zum Livestream und den aufgezeichneten Bändern haben.
Biloxi startete sein Webcam-Projekt vor zwei Jahren. Derzeit betreiben aber auch andere Schulen im Bundesstaat Mississippi ähnliche Projekte. Die Webcams der Biloxi Public School wurden aus Kasinogewinnen des Bezirkes bezahlt. Deputy-Superintendent Robert Voles sagte, dass sich die rund 6.500 Schüler und die Lehrer des Bezirkes durch diese Maßnahme sicherer fühlen und vor Amokläufen, wie sie in einigen US-Schulen schon vorgekommen sind, schützen sollen.
GB: Der große Bruder im KlassenzimmerStimmung in Gefahr
Das US-Unterrichtsministerium bestätigte, das es auf keinen Fall schriftliche Protokolle über einzelne Schüler führen wolle, sondern die Webcam-Überwachung lediglich als Absicherung gelte.
Les Barnett jr., Staatsabgeordneter von Mississippi, sagte, dass es zwar eine Schande sei, diese Maßnahmen in den Schulen ergreifen zu müssen, es aber um die Sicherheit der Schüler und Studenten gehe.
Kritik wurde von der Präsidentin der "Mississippi American Federation of Teachers", Maryann Graczyk, laut. Sie glaubt, dass durch die Webcam-Überwachung das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern verschlechtert werde, und bezweifelt, dass die Kameras kriminelle Übergriffe vermeiden können.
