Hynix weitet Verluste aus
Angesichts des Preisverfalls bei Halbleitern hat der angeschlagene südkoreanische Chiphersteller Hynix im zweiten Quartal seine Verluste ausgeweitet.
Wie der weltweit drittgrößte Hersteller von Speicherchips am Mittwoch in Seoul mitteilte, stieg der Nettoverlust in den drei Monaten bis Ende Juni auf 530 Mrd. Won [398 Mio. Euro].
Zugleich wurde aber der Verlust von 1,05 Bill. Won im ersten Vierteljahr deutlich verringert. Im ersten Halbjahr 2003 ergab sich ein Nettoverlust von insgesamt 1,58 Bill. Won nach einem Minus von knapp 414 Mrd. Won im Vorjahr.
Q1 2003: Hynix weiter in den roten ZahlenStrafzölle
Die Nachfrage für DRAM-Chips sei im zweiten Quartal von den "stagnierenden wirtschaftlichen Bedingungen durch den Irak-Krieg und die Auswirkung von Sars beeinträchtigt" gewesen, teilte Hynix mit.
Trotz des Rückgangs des durchschnittlichen Verkaufspreises habe das Unternehmen die Umsätze im Vergleich zum ersten Quartal von 685 Mrd. Won auf 845 Mrd. Won steigern können.
Zusätzlichen Druck erfährt Hynix Semiconductor durch die hohen Strafzölle, die die USA und die Europäische Union wegen angeblich staatlicher Beihilfen an das angeschlagene Unternehmen verhängt hatten.
Die EU hatte am Dienstag einen Ausgleichszoll von 34,8 Prozent des Einfuhrpreises gegen Hynix-Produkte verhängt. Das US- Handelsministerium hatte bereits im Juni Strafzölle in Höhe von knapp 45 Prozent gegen Hynix beschlossen. Die südkoreanische Regierung und Hynix hatten die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung aus den USA und Europa wiederholt zurückgewiesen.
