13.08.2003

Q2 2003

Hynix weitet Verluste aus

Angesichts des Preisverfalls bei Halbleitern hat der angeschlagene südkoreanische Chiphersteller Hynix im zweiten Quartal seine Verluste ausgeweitet.

Wie der weltweit drittgrößte Hersteller von Speicherchips am Mittwoch in Seoul mitteilte, stieg der Nettoverlust in den drei Monaten bis Ende Juni auf 530 Mrd. Won [398 Mio. Euro].

Strafzölle

Die Nachfrage für DRAM-Chips sei im zweiten Quartal von den "stagnierenden wirtschaftlichen Bedingungen durch den Irak-Krieg und die Auswirkung von Sars beeinträchtigt" gewesen, teilte Hynix mit.

Trotz des Rückgangs des durchschnittlichen Verkaufspreises habe das Unternehmen die Umsätze im Vergleich zum ersten Quartal von 685 Mrd. Won auf 845 Mrd. Won steigern können.

Zusätzlichen Druck erfährt Hynix Semiconductor durch die hohen Strafzölle, die die USA und die Europäische Union wegen angeblich staatlicher Beihilfen an das angeschlagene Unternehmen verhängt hatten.

Die EU hatte am Dienstag einen Ausgleichszoll von 34,8 Prozent des Einfuhrpreises gegen Hynix-Produkte verhängt. Das US- Handelsministerium hatte bereits im Juni Strafzölle in Höhe von knapp 45 Prozent gegen Hynix beschlossen. Die südkoreanische Regierung und Hynix hatten die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung aus den USA und Europa wiederholt zurückgewiesen.