Nortel korrigiert Bilanzen erneut
Weiterer Dämpfer für Ausrüster Nortel
Der kanadische Telekom-Ausrüster Nortel kündigte am Donnerstag an, die Bilanzen ab 2004 zu korrigieren. Zudem wird der Geschäftsbericht für 2006 später vorgelegt als ursprünglich geplant.
Nortel-Chef Mike Zafirovski bekräftigte, der Konzern werde sich dennoch mit voller Kraft auf die Restrukturierung konzentrieren.
Das Unternehmen will mit dem Abbau von knapp 3.000 Stellen und dem Verkauf von Immobilien seine Kosten kräftig reduzieren und so dauerhaft die Rückkehr in die schwarzen Zahlen schaffen.
Vier Korrekturen in vier Jahren
Nortel sieht sich bereits zum vierten Mal in vier Jahren gezwungen, seine Zahlen zu korrigieren. Als Gründe führte das Unternehmen diesmal fehlerhafte versicherungsmathematische Berechnungen an. Zudem seien Erlöse auf einmal und nicht wie vorgesehen in mehreren Etappen verbucht worden.
An der Börse wurde die Ankündigung des Unternehmens negativ bewertet. Die Aktien gaben in den ersten Handelsminuten an der Börse in Toronto mehr als drei Prozent ab.
Unregelmäßigkeiten in der Bilanzerstellung des Konzerns hatten in den vergangenen Jahren bereits zu Klagen sowie Untersuchungen der Staatsanwaltschaft und der Aufsichtsbehörden geführt.
(APA | Reuters)
