31.07.2003

POINT & SHOOT

Südkorea fürchtet sich vor "007-Spionage"

In Südkorea greift offenbar immer mehr die Angst vor Spionage durch Kamerahandys um sich.

Nun will Hyundai, größter koreanischer Autobauer, eigene Röntgenstrahl-Detektoren an den Eingängen aufstellen lassen, um Besucher vor dem Zutritt zu Forschungshallen des Namyang R&D Centers auf Handykameras zu durchleuchten, so der Hyundai-Sprecher.

Dazu soll ein System zur Verfolgung der Besucher eingerichtet werden. Auch in der Zentrale des Autobauers sollen Kamerahandys verboten werden.

"Das ist eine kritische Sache für eine Firma wie uns, da Kamerahandys zur Spionage eingesetzt werden können, wie eines dieser Dinge die Geheimagent 007 [James Bond, Anm.] verwendet¿, so der Sprecher weiter.

Behördliche Einschränkungen

In Südkorea wurden im letzten Jahr allein vier Millionen Kamerahandys verkauft, die von den technikbegeistertem Koreanern auch eifrig genutzt werden.

Die Behörden denken jedoch bereits über mögliche gesetzliche Einschränkungen der Verwendung von derartigen Handys an bestimmten Plätzen nach, nachdem bereits Fälle bekannt wurden, in denen unautorisierte Bilder von nackten Personen im Netz verkauft wurden.