Samsung hat Angst vor eigenen Handys
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung, der in letzter Zeit vor allem mit Kamerahandys Handy-Marktanteile von über zehn Prozent erwirtschaften konnte, schränkt nun den Gebrauch derselben in den eigenen Fabriken ein.
"Der Gebrauch von Kameralinsen in Mobiltelefonen wird in einigen Halbleiter- und Telekom-Fabriken sowie in Forschungs- und Entwicklungszentren eingeschränkt", so die offizielle Meldung von Samsung.
Der drittgrößte Handyhersteller will künftig Besuchern und Arbeitern das Mitbringen von Kamerahandys nur dann erlauben, wenn deren Kameralinse zugeklebt ist. Der Konzern will damit nach eigener Angabe der "Sorge um das Durchsickern von Technologie und Datenschutz" Rechnung tragen.
Rund 90 Prozent der Südkoreaner haben ein Mobiltelefon. Die meisten Handys verfügen über ein oder zwei Farbdisplays, schwenkbare Kamera, polyphone Klingeltöne, MMS, Java und ein GPRS-Äquivalent. Eingebaute Kameras sind mittlerweile ein Must.
Südkorea als MobilfunkparadiesJapan gegen digitalen Ladendiebstahl
Bis dato war der Gebrauch von Kamerahandys vor allem in Zusammenhang mit dem Datenschutz von Personen in Zusammenhang gebracht worden.
In Japan beschert der technische Fortschritt den Buchhändlern nunmehr auch den digitalen "Ladendiebstahl". Statt Fachliteratur oder Modemagazine zu kaufen, fotografieren die Kunden die für sie interessanten Seiten noch im Geschäft mit Kamerahandys.
Der japanische Magazinverlagsverband kündigte deswegen eine groß angelegte Kampagne gegen die Mobil-Kopierer an. Dazu soll auf 30.000 Plakaten in japanischen Geschäften dazu aufgerufen werden, "Informationsaufnahme per Kamerahandy oder anderes technisches Gerät zu unterlassen".
