23.07.2003

BILANZ 2003

Schwache Umsätze belasten Sun

Anhaltend schwache Nachfrage nach Servern hat Server-Spezialist Sun im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 [per 30. Juni] einen unter den Analystenerwartungen liegenden Gewinn und Umsatz beschert.

Durch fortgesetzte Kostensenkungen sei aber die Rentabilität gesteigert worden, teilte der Konzern in New York nach Börsenschluss mit. Die Sun-Aktien gaben im nachbörslichen Handel um fast zehn Prozent auf 4,31 USD nach. "Offensichtlich befinden wir uns in einem sehr harten Jahr", sagte Sun-Chef Scott McNealy.

Für das Gesamtjahr wies das Unternehmen einen Netto-Verlust über 2,378 Milliarden USD nach Verlusten von 587 Millionen USD im Vorjahr aus. Die Umsätze sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp eine Milliarde Dollar auf noch 11,434 [12,496] Milliarden USD gesunken.

Nettogewinn gesunken

In den drei Monaten zum 30. Juni sank der Netto-Gewinn auf zwölf Millionen USD oder Null Cent je Aktie von 61 Millionen USD vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr ergab sich ein Verlust je Aktie über 0,75 [Vorjahr minus 0,18] USD. Der Umsatz habe auf 2,98 Milliarden USD von 3,42 Milliarden USD abgenommen und sei damit im neunten Quartal in Folge rückläufig gewesen.

Ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Faktoren wäre im abgelaufenen Quartal ein Gewinn von einem Cent nach zwei Cent in der Vorjahreszeit entstanden, teilte Sun weiter mit.

Die Kostensenkungen seien, wie in den Vorquartalen, fortgesetzt und die Aufwendungen so auf Jahresbasis um fast 500 Millionen USD reduziert worden. Die operativen Kosten seien im Quartal um 3,8 Prozent auf 1,30 Milliarden von 1,35 Milliarden USD gefallen.

Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von zwei Cent bei Erlösen von 3,06 Milliarden USD vorausgesagt.