Infineon macht Hoffnung auf Trendwende
Der Chiphersteller Infineon hat im dritten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 116 Millionen Euro geschrieben. Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, erhöhte sich der Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 Millionen Euro.
Zum Vorquartal sank der Nettoverlust aber gleichzeitig um 212 Millionen Euro. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um elf Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Eine Vorhersage für des Gesamtjahr lieferte Infineon weiter nicht.
Mit dem erneuten Verlust schrieb Infineon den neunten Quartalsverlust in Folge. Allerdings lag das Unternehmen mit seinen Zahlen besser als von den meisten Analysten erwartet.
Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen ein Minus von 76 Millionen Euro ausgewiesen, im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren es sogar 328 Millionen Euro gewesen. Die deutliche Verbesserung zum Vorquartal ist dem Unternehmen zufolge vor allem auf die gesteigerte Produktivität, weitere Kostensenkungen und die Tatsache zurückzuführen, dass im Gegensatz zum Vorquartal keine nennenswerten Wertberichtigungen auf Lagerbestände wirksam wurden.
Infineon-Chef: Chip-Business "kein Platz für Romantik"Hoffnungsschimmer
Infineon-Chef Ulrich Schumacher betonte, das abgelaufene Quartal sei aufgrund des ungünstigen Wechselkurses von Euro und Dollar sowie des weiterhin starken Preisdrucks "äußerst schwierig" gewesen.
Das Unternehmen sehe nun aber "ein positiveres Marktumfeld, insbesondere im Speicherbereich". Infineon sei optimistisch, "dass sich die Nachfragesituation sowohl in unseren Logik-Segmenten als auch bei den Speicherprodukten in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessern wird".
Ziel sei jetzt ein Gewinn in vierten Quartal des Ende September ablaufenden Geschäftsjahres, sagte Schumacher dem "Wall Street Journal Europe". "Vorbehaltlich negativer Einflüsse von außen, glaube ich, dass das ein Ziel ist, das wir in der Lage sein sollten zu erreichen."
