15.07.2003

SEARCH ENGINE

Dominanz von Google ungebrochen

Google ist mit rund 200 Millionen Anfragen täglich die größte Suchmaschine im Netz. Viele nutzen den Suchdienst, ohne Konkurrenzprodukte zu verwenden.

Der Medienwissenschafter Marcel Machill hat sich nun in einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gegen die Dominanz von Google bei den Internet-Suchmaschinen gewandt.

Google werde von 69 Prozent aller Nutzer bevorzugt verwendet, erklärte Machill. Hinzu kommen Kooperationen mit anderen Anbietern wie Yahoo - dort kommt die Google-Volltextsuche zum Zuge, wenn der Yahoo-Katalog keinen Eintrag findet.

Manipulierte Ergebnisse

Die Studie kritisiert auch eine wachsende Tendenz, die Ergebnisse von Suchabfragen zu beeinflussen. 57 Prozent der deutschen Suchmaschinen-Betreiber haben demnach im vergangenen Jahr eine starke Zunahme von manipulierten Angaben registriert, mit denen Web-Anbieter einen Spitzenplatz in den Ergebnislisten erzielen wollen.

Die Datenbank von Google enthält mittlerweile mehr als drei Milliarden Einträge, die regelmäßig aktualisiert werden. Dazu werden Software-Roboter eingesetzt, die sich die Hyperlinks auf Websites entlang hangeln und für jedes Web-Dokument einen Index zur Volltextsuche anlegen.

Eine zweite Einnahmequelle ist die Werbung von Unternehmen, die für eine optisch hervorgehobene Platzierung in den Google-Trefferlisten zahlen. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View beschäftigt rund 800 Mitarbeiter.

Kommerzielle Internet-Anbieter sind sehr daran interessiert, auf den vordersten Plätzen einer Google-Trefferliste zu erscheinen. Für diese Platzierung hat Google eine eigene Technik entwickelt, die jeder Web-Seite einen Wert zuweist, der auf dem so genannten PageRank beruht. Dieser bemisst sich unter anderem nach der Zahl derjenigen Web-Seiten, die einen Link zu der zu bewertenden Web-Seite eingerichtet haben. Das genaue Berechnungsverfahren hält Google geheim.