Nintendo glaubt nicht an Online-Gaming
Der dritte große Gamekonsolen-Anbieter Nintendo nimmt weiter Abstand von eigenen Online-Plänen für seinen GameCube.
In einem Interview mit dem "Puget Sound Business Journal" sagte George Harrison [Nintendo USA], die Möglichkeit werde zwar in Betracht gezogen, man habe dabei aber vor allem ein Auge auf die nächste Konsolengeneration.
Ins Online-Geschäft will der japanische Hersteller demnach offenbar erst mit dem GameCube-Nachfolger, derzeit unter dem Codenamen "N5" bekannt, einsteigen.
"Wir glauben nicht, dass die User bereit sind für Online-Gaming. Derzeit zahlt niemand für Gameabos. Der erste echte Test kommt, wenn die User 15 USD pro Monat zahlen müssen", so Harrison.
Auf Grund fehlender attraktiver Gametitel verkaufte sich der GameCube im abgelaufenen Geschäftsjahr eher schleppend. Dem will der Hersteller mit attraktiven Bedingungen für Spieleentwickler nun gegenarbeiten.
GameCube vom Aussterben bedrohtKeine Games von Acclaim mehr
Derzeit unterstützt der Hersteller die Online-Pläne von diversen Game-Publishern, eigene Online-Titel sind jedoch nicht geplant.
Die Konkurrenz von Sony und Microsoft ist bereits seit längerem mit ihren Konsolen online. Demnächst sollen die Gamekonsolen auch hier zu Lande online gehen, frühester Termin dürfte diesen Herbst sein.
Acclaims Pläne, in Zukunft keine Games mehr für den GameCube zu entwickeln, wurden von Harrison bestätigt. Aktuelle Projekte sollen jedoch noch zu Ende und auf den Markt gebracht werden.
