750 Mio. USD für WorldCom-Aktionäre
Ein US-Bundesrichter hat die Rekordstrafe für den Telefonriesen MCI [vormals WorldCom] in Höhe von 750 Millionen USD [rund 662 Mio. Euro] genehmigt.
Der Konzern, der unter dem Namen WorldCom für den größten Bilanzskandal der USA gesorgt hatte, muss die Summe zur Entschädigung an die Aktionäre zahlen, entschied der New Yorker Richter Jed Rakoff.
Die 750 Millionen USD sind 75 Mal mehr als die bisher höchste Strafe für ein US-Unternehmen.
Ursprünglich hatten sich das Unternehmen und die Börsenaufsicht SEC auf eine Zahlung von 500 Millionen USD geeinigt, in der vergangenen Woche wurde die Summe aber auf 750 Millionen USD erhöht.
750 Mio. USD für WorldCom-GeschädigteBilanzfälschungen in Höhe von elf Mrd. USD
Die SEC hat dem zahlungsunfähigen Konzern vorgeworfen, die Bilanzen gefälscht und Verluste in Milliardenhöhe verschleiert zu haben.
Knapp einen Monat nach Bekanntwerden des Bilanzskandals hatte WorldCom im Juli vergangenen Jahres Insolvenzantrag gestellt. Es war die größte Firmenpleite in der US-Geschichte.
Die SEC hatte im Juli vergangenen Jahres eine Untersuchung eingeleitet. Kurz darauf meldete WorldCom Konkurs an und bemüht sich seitdem im Zuge des Konkursverfahrens unter gerichtlicher Aufsicht um seine Sanierung.
Die Bilanzfälschungen bei WorldCom beliefen sich nach Angaben von Insidern auf elf Milliarden USD.
