750 Mio. USD für WorldCom-Geschädigte
Der US-Telefonriese MCI, der unter dem Namen WorldCom für den größten Bilanzskandal der USA gesorgt hatte, will den Geschädigten eine Rekordstrafe von insgesamt 750 Millionen USD [rund 655 Mio. Euro] zahlen.
Eine entsprechende außergerichtliche Einigung wurde mit der US-Börsenaufsicht SEC erzielt.
Unter neuem Namen und gerichtlicher Aufsicht bemüht sich der Telefonriese derzeit im Rahmen des Konkursverfahrens um seine Sanierung. Die Bilanzfälschungen bei WorldCom beliefen sich nach Angaben von Insidern auf elf Milliarden USD.
Damit wurde eine bereits im Mai mit der SEC vereinbarte Summe von 500 Millionen USD, die zur Entschädigung an die Besitzer von WorldCom-Aktien gezahlt werden soll, nochmals deutlich aufgestockt.
500 Mio. USD Strafe für BilanzfälschungMuss noch genehmigt werden
Die 750 Millionen USD sind 75 Mal mehr als die bisher höchste Strafe für ein US-Unternehmen.
Laut dem nunmehrigen MCI-Angebot sollen die Aktien ausgegeben werden, sobald das Unternehmen aus dem Insolvenzverfahren herausgekommen ist.
"Dadurch werden die Shareholder am zukünftigen Erfolg der Gesellschaft beteiligt", sagte Finanzchef Bob Blakely.
Das neue Angebot der Gesellschaft muss vom Konkursgericht noch genehmigt werden.
