500 Mio. USD Strafe für Bilanzfälschung
Der US-Telekommunikationskonzern MCI - früher WorldCom - hat sich mit der US-Börsenaufsicht SEC auf die Zahlung einer Rekordstrafe von 500 Millionen USD [429 Mio. Euro] geeinigt.
Das teilten die Anwälte des Unternehmens und der US-Regierung in New York mit, wo sie den Vorschlag dem zuständigen Richter Jed Rakoff unterbreiteten. Dieser kündigte an, er werde die Einigung prüfen, aber nicht vor dem 11. Juni darüber entscheiden.
MCI und SEC wollen Vergleich vereinbarenRekordstrafe
Es wäre die höchste Strafe, welche die SEC jemals wegen Finanzbetrugs verhängt hat. Monatelang verhandelte WorldCom mit der Börsenaufsicht über eine außergerichtliche Einigung.
Die SEC wirft dem zahlungsunfähigen Konzern vor, die Bilanzen gefälscht und Verluste in Milliardenhöhe verschleiert zu haben. Knapp einen Monat nach Bekanntwerden des Bilanzskandals stellte das Unternehmen im Juli vergangenen Jahres Insolvenzantrag. Mittlerweile hat sich die Firma in MCI umbenannt.
Die SEC hatte kürzlich im Rahmen eines Vergleichs mit zehn Wall-Street-Firmen Strafen in Gesamthöhe von 1,4 Mrd. USD verhängt.
Dot.com-Absolution für 1,4 Mrd. USD
