Keine guten Aussichten für Ericsson
Der mit Verlusten arbeitende schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson sieht derzeit noch keine Belebung des schwachen Marktes für Mobilfunk-Netze.
"Wenn ich das Ericsson-Management richtig verstehe, ist es unverändert", so Chairman Michael Treschow. Mit der eingeleiteten Umstrukturierung, durch die der Konzern im Laufe des Jahres wieder in die Gewinnzone zurückkehren soll, sei Ericsson im Plan, sagte Treschow.
Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunkausrüstungen will am 18. Juli sein Ergebnis für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorlegen. Analysten rechnen mit einem erneuten Verlust des Unternehmens, das sich bemüht, die Kosten schneller zu senken, als die Umsätze fallen.
Ähnlich wie die Konkurrenten Nokia und Motorola hatte Ericsson Ende April die Erwartung geäußert, dass der Markt für Mobilfunk-Netze in diesem Jahr in USD gerechnet um mehr als zehn Prozent und in Euro um 15 bis 17 Prozent schrumpfen werde. Zur Anpassung an das geringere Marktvolumen hatte der Konzern Ende April eine neue Runde von Stellenstreichungen angekündigt, wodurch die Zahl der Beschäftigten 2004 auf 47.000 von derzeit 61.000 sinken soll.
Ericsson weiter in Nöten
