Die drei Ringe der Telekom
Die Telekom Austria [TA] baut ihre europäischen 320-GBit/s-Glasfaserringe durch die Anbindung von Budapest und Bratislava an den bereits bestehenden "Jet2Web Stream" zwischen Wien, Brno, Prag, München, Frankfurt aus.
Zusätzlich wurde das Netz nach Mailand, Maribor und Laibach und damit auf eine Länge von insgesamt 3.700 Kilometern ausgeweitet.
Neben dem seit Juli 2001 betriebenen Hochleistungsring von Wien nach Brno, Prag und Frankfurt sowie retour über München und Salzburg nach Wien betreibt die TA nun drei weitere Glasfaserringe mit folgenden Streckenführungen:
Wien - Ivancice - Budapest - Bratislava - Wien
Wien - Mailand - Wien
Redundate Kreise
Immer mehr Kunden bevorzugten eine "End to end"-gemanagte Telekommunikationsinfrastruktur, sagt Josef Trimmel, Leiter des Wholesale-Bereiches der TA.
"Mit den Glasfaserringen bieten wir eine länderübergreifende, einheitliche Übertragungstechnik, die im Gegensatz zu zusammengesetzten Netzen unterschiedlicher Betreiber eine nahtlose Überwachung und Steuerung - und damit eine höhere Verfügbarkeit und Sicherheit - ermöglicht."
Dabei spielt die auf einem Glasfaserpaar basierende redundante Anordnung des Rings eine Schlüsselrolle: Bei technischen Gebrechen wird eine gegenläufige Verbindung aufgebaut. Zu den Kunden des Glasfaserings zählen nach TA-Angaben unter anderme Telecom Italia Sparkle, TeliaSonera, Sprint und BT Ignite.
Das WDM-Netz
Das TA-Glasfasernetz ging 2001 in Betrieb und ist ein WDM-Ring
[Wavelength Division Multiplexing], der zum Start von Wien über Linz
nach Innsbruck und retour über Kärnten und das Burgenland nach Wien
führte. WDM bezeichnet den Transfer von mehreren Datenströmen über
eine einzige Leitung, wobei jeder Kanal eine eigene
Licht-Wellenlänge benutzt.
TA eröffnet High-Speed-NetzDer Hochgeschwindigkeitsring ist auf eine Kapazität von 320 GBit/s ausgelegt, wurde zum Start aber zunächst mit 32,5 GBit/s betrieben.
Ein Gigabit/s für Österreichs Unis
