Ein Gigabit/s für Österreichs Unis
Nach einmonatigem Testbetrieb sind seit heute Österreichs Universitäten offiziell mit einer Gigabit-Ethernet-Lösung vernetzt.
Entwickelt wurde das laut Telekom größte Datennetz des Landes - 100 Standorte sind es insgesamt - zusammen mit den Technikern des universitären ACOnet [Academic Computer Network].
Dass ausgerechnet ein Gigabit-Ethernet-Protokoll zum Einsatz kommt, gehe auf einen "eindeutigen Kundenwunsch" zurück, sagte Helmut Leopold, oberster Netzdesigner der Telekom, zur FuZo.
Warum Gigabit-Ethernet
Zum einen habe praktisch jeder Hersteller in seinen Routern und
Switches eine standardisierte Gigabit-Ethernet-Schnittstelle
vorgesehen, zum anderen verfügten die Techniker der Kunden meist
über jahrelange Erfahrungen mit Ethernet-Protokollen.
Die Inbetriebnahme des Backbone320 Gigabit/Sekunde
Rein akademisch bleibt das Unterfangen der Telekom freilich nicht.
Über das "Jet2Web Stream" genannte, optische Backbone der Telekom Austria ermöglicht "Wavelength Division Multiplexing" [WDM] nach momentanem Stand der Technik 320 Gigabit/s.
Bandbreite genug, sagt Leopold, um größere Firmen ebenfalls mit Gigabit-Ethernet anzubinden. Der nächste Schritt - Ausbau der lokalen Glasfaserringe in den Landeshauptstädten - sei da nur logisch und werde deshalb bereits umgesetzt.
Wavelength Division Multiplexing
Bedeutet Mehrkanalbetrieb pro einzelne Faser durch Verwendung
verschiedenfarbigen Lichts.
WDM-Online-TutorialGehrer erfreut
Die für die Universitäten zuständige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] zeigt sich naturgemäß erfreut über das neue Netz: "Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt in den Ausbau des Wissenschaftsstandortes Österreich gesetzt. Neue Arbeits- und Kooperationsmethoden sowohl zwischen den einzelnen Universitätsstandorten innerhalb Österreichs, aber auch mit internationalen Wissenschaftsnetzen sind nun möglich."
