19.06.2003

GSM

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Ausschreibung für irakisches Handynetz läuft

Die von den USA eingesetzte Verwaltung im Irak hat die Ausschreibung für das Handy-Netzwerk im Zweistromland begonnen.

Die Verwaltung folgt damit nach eigenen Angaben Forderungen von Geschäftsleuten die ein landesweites Netzwerk für den Wiederaufbau der Wirtschaft gefordert haben.

Einer der ersten Interessenten war der ägyptische Netzbetreiber Orascom Telecom. Vorsitzender Naguib Sawiris beschrieb den Irak als am stärksten wachsenden Markt in der Region für die kommenden drei bis vier Jahre.

Bis dato wollte die US-Regierung die Entscheidung über den Aufbau eines landesweiten Handynetzes einer zukünftige Regierung überlassen.

Alle sollen Platz haben

Mit 124 Frequenzbereichen soll laut US-Regierungsvertreter ausreichend Platz für zahlreiche Firmen vorhanden sein. Die Ausschreibung läuft zudem auf GSM, dessen Einsatz zuweilen heftig im US-Kongress diskutiert worden war.

Letzte Woche hat der kuwaitische GSM-Netzbetreiber MTC-Vodafone im Südirak ein GSM-Netz in Betrieb genommen. Versorgt werden dabei die Stadt Basra und wesentliche Verbindungsrouten über Land.

Im Mai hatten die USA in einer umstrittenen Entscheidung bereits einen Auftrag zur Errichtung einer GSM-Versorgung in Bagdad gegeben. Auftragnehmer für das für 5.000 bis 10.000 Teilnehmer ausgelegte Netz ist MCI alias WorldCom, die bislang als Handy-Netzbetreiber noch nicht in Erscheinung getreten ist, dafür aber 500 Mio. USD wegen Bilanzfälschungen zahlen musste.