Staubsaug-Bot "Roomba" im fuZo-Test
Nachdem die futureZone die zwei seit Anfang des Jahres auf dem österreichischen Markt erhältlichen Staubsauger-Roboter, den Trilobite von Electrolux und den RoboCleaner RC 3000 von Kärcher, bereits genauer unter die Lupe nehmen konnte, musste nun die günstige Alternative "Roomba" für einige Zeit den Putzdienst in der Redaktion übernehmen.
Der "Roomba Intelligent FloorVac" kommt wie auch die Konkurrenz im Staubsauger-typischen UFO-Look und ist mit nur acht Zentimeter Höhe [35 cm Durchmesser] flacher als Trilobite [13 Zentimeter] und RoboCleaner [zehn cm Höhe].
Die Konkurrenz
Technikbegeisterte Hausarbeitsmuffel müssen für den RoboCleaner
von Kärcher 1.690 Euro und für den Trilobite von Electrolux etwa
1.500 Euro berappen. Der ausführliche Test der Kärcher- und
Electrolux-Modelle im Detail.
Staubsauger-Roboter im fuZo-TestDaten und Fakten
Roomba arbeitet sich, wie auch der RoboCleaner von Kärcher, durch reines Tasten im Zimmer voran. Er stößt gegen alles, was sich ihm in den Weg stellt, ändert dann die Richtung und führt seine Arbeit fort. Ein kleiner rotierender Seitenarm reicht dabei auch in Ecken und Winkel.
Mit einer mitgelieferten "Virtual Wall" kann man zusätzlich mit Infrarotstrahl Wege zu Räumen blockieren, in denen Roomba nichts zu suchen hat. Auch ein Stufensensor ist integriert, um einen Absturz zu verhindern.
Der Staubsauger-Roboter verfügt über drei Programme, "S" für kleinere Räume bis 14 m2, "M" für Zimmer bis 20 m2 und "L" für größere Räume.
Der Akku reicht für etwa 90 Minuten. Ist er leer, muss Roomba von menschlicher Hand wieder angesteckt werden, denn im Gegensatz zu seinen Rivalen hat er keine eigene Ladestation, sondern nur ein Ladekabel.
Staublade aus Plastik
Roomba verfügt über eine integrierte Staublade aus Plastik. Vorsicht: Ungeübten kann beim Ausleeren der Lade eine ungewollte Dreck-Neuverteilung passieren, das Entleeren direkt über einem Mistkübel wird von den Testern daher angeraten.
Der Test
Für den Test wurden zum besseren Direktvergleich dieselben Bedingungen wie zuvor auch für Trilobite und RoboCleaner geschaffen. In einer etwa 25 m2 großen Testumgebung mit Teppichboden wurden sechs vorher markierte Stellen mit verschiedensten Arten von Schmutz versehen. Weiters wurde ein [vorsichtshalber leeres] Weinglas aufgestellt.
Beim Start des Programms [im Test "L"] beginnt der Roomba Runden im Uhrzeigersinn zu drehen, bis er irgendwo anstößt. Danach geht es nach dem Zufallsprinzip kreuz und quer durch den Raum.
Bei der Reinigung steht der Billig-Roboter seinen teuren Kontrahenten um nichts nach, in nur 25 Minuten befreite er beachtliche fünf der sechs Stellen [Trilobite: fünf, RoboCleaner: zwei] von jeglichem Schmutz.
Die Lautstärke ist dabei zwar etwas geringer als bei einem herkömmlich heulenden Staubsauger, doch am Sound - ein penetrantes Rattern - sollte noch gefeilt werden.
Hindernisse wie Teppichkanten stellen kein Problem dar, mit großem Hunger "frisst" Roomba jedoch herumliegende Kabel. Nur menschliche Hilfe kann den an die Leine gelegten Staubsauger dann wieder aus seiner Notlage befreien.
Auch im Test kurbelte der Saugbot einmal [Lautsprecher-]Kabel auf seine Bürsten, und das auf dem Test-Parcours platzierte Weinglas wurde umgestoßen. Zum Vergleich: Trilobite und RoboCleaner hatten weder mit dem Weinglas noch mit Kabeln Probleme.
Roomba bei der Arbeit
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Link: Werbevideo (mms://irobot.estream.com/irobot/roomba/roomba-in-actionHIGH.wmv)
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Roomba in Aktion
Roomba-HomepageFazit:
In puncto Reinigung kann der Roomba locker mit der teuren Konkurrenz mithalten, trotz rein zufälliger Saugroute liefert der Roboter ein wirklich erstaunliches Ergebnis.
Will man ihn bei Verlassen der Wohnung einschalten, empfiehlt es sich aber, den Raum vorher "Roomba-sicher" zu machen, das heißt Kabel und leichtere bewegliche Gegenstände aus dem Weg zu schaffen, damit einen bei der Heimkehr nicht umgeworfene CD-Stapel und verrutschte Blumentöpfe begrüßen.
Unschlagbar ist der Roomba auf jeden Fall beim günstigen Preis von 330 Euro [nur über Online-Bestellung erhältlich, daher zuzüglich Versandkosten 4,70 Euro].
