DT erwartet dramatischen Geschäftseinbruch

DEUTSCHLAND
05.12.2009

60 Prozent weniger Umsatz bis 2012

Die Deutsche Telekom (DT) erwartet einem Medienbericht zufolge einen dramatischen Einbruch im traditionellen Telefongeschäft. Nach internen Berechnungen des Konzerns würden rund 60 Prozent der Umsätze, die vor allem bei Analog- und ISDN-Anschlüssen anfallen, bis 2012 aus der Bilanz verschwinden, berichtete die "WirtschaftsWoche" am Samstag vorab aus ihrer neuen Ausgabe. Statt 9,3 Milliarden Euro wie im Geschäftsjahr 2007 würden für das Jahr 2012 nur noch 3,6 Milliarden Euro Umsatz eingeplant.

Der Grund für diesen Einbruch ist dem Bericht zufolge, dass ein Großteil der 28 Millionen Haushalte mit langsamen Analog- und ISDN-Anschlüssen schon in den nächsten Jahren zu schnelleren Breitbandanschlüssen wie DSL wechseln wird. In diesem Bereich lieferten einander aber so viele Anbieter Preiskämpfe, dass der Breitbandboom nur einen Teil der Verluste im Telefongeschäft ausgleichen könne. Das Unternehmen rechne in diesem Geschäft mit einem geringen Marktwachstum von 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 9,8 Milliarden Euro im Jahr 2012.

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(AFP)