Personalumbau bei der Deutschen Telekom

KONZERN
23.11.2009

Zehn bis 20 Prozent der Techniker betroffen

Der Vorstand der Deutschen Telekom (DT) plant neue Einschnitte bei der Belegschaft. "Der Personalumbau im Unternehmen muss weitergehen", sagte DT-Chef Rene Obermann dem "Handelsblatt" (Montag). "In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg, in anderen Bereichen stellen wir neu ein." Das trage der Sozialpartner auch mit.

Im Februar will die DT ihre neuen Sparziele vorstellen. In der Vergangenheit hat der ehemalige Staatskonzern im Schnitt 10.000 Arbeitsplätze jährlich abgebaut. Lothar Schröder, ver.di-Bundesvorstand und stellvertretender DT-Aufsichtsratschef, sagte dem "Handelsblatt", die entscheidende Sitzung zum Personalabbau habe noch nicht stattgefunden. "Es sieht aber so aus, als würden wir uns verständigen. Die Telekom will offenbar nur Leute gehen lassen, die das selbst auch wollen."

Zehn bis 20 Prozent der Techniker überflüsssig

Von den neuen Plänen dürften vor allem Techniker betroffen sein. Die DT entwickelt wie andere Telekomunternehmen ein auf Internet-Technologie basierendes Netz der "nächsten Generation", bei dem zum Beispiel Störungen von Computern in einer Zentrale beseitigt werden können. Studien gehen dem "Handelsblatt" zufolge davon aus, dass dadurch zehn bis 20 Prozent der Techniker überflüssig werden. In Deutschland beschäftigt der Konzern insgesamt 130.000 Menschen.

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(dpa)