22.05.2003

KRANKENSCHEIN

Bildquelle: ORF.at

Wichtige E-Card-Details weiter unklar

Die Chipkarte soll nach Angaben von Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck [FPÖ] im Jahre 2005 flächendeckend den Krankenschein ersetzen: "Nach dem gegenwärtigen Stand meines Wissens wird die Einführung der E-Card bereits im Laufe des Jahres 2005 möglich sein", erklärte Waneck am Mittwochabend in Paris gegenüber der APA.

Der Staatssekretär, der sich anlässlich einer am Donnerstag geplanten internationalen Drogenkonferenz in der französischen Hauptstadt befindet, traf sich mit Vertretern der französischen Krankenkasse CNAM, welche die Chipkarte bereits verwendet, um Informationen über deren Anwendung zu sammeln.

"In Frankreich liegt ein Problem vor, das wir nicht haben, nämlich, dass die Ärzte bei der Aktion nicht mitmachen wollen. Vom technischen Gesichtspunkt versicherte man uns allerdings, dass die Karte durchaus funktioniert und auch in der Bevölkerung auf breite Akzeptanz gestoßen ist", sagte Waneck.

Verschlüsselung angeblich schwierig

"Nach den Gesprächen in Paris weiß ich nun, was man technisch machen kann und was nicht", sagte Waneck weiter.

Die Speicherung medizinischer Daten mit einer Verschlüsselung von Seiten des Patienten etwa sei "nicht so schnell durchführbar", meinte er.

Ob bei dem System in Österreich eine elektronische Signatur eingeführt werden soll, um den Missbrauch der Karte durch Dritte zu vermeiden, wisse er noch nicht. In Frankreich habe man davon Abstand genommen, da das System in Bezug auf das Betrugsrisiko zu teuer sei, meinte Waneck.

Der Staatssekretär will sich nach eigenen Angaben auch das ebenfalls bereits im Betrieb genommene Chipkartensystem in Finnland ansehen. Ein ähnliches System gebe es auch in Slowenien, dieses kenne er allerdings bereits, sagte Waneck.