Reding will EU-Beauftragten für Cyber-Security
Medienkommissarin für besseren Schutz der Infrastruktur
Zum Auftakt der EU-Ministerkonferenz für Cyber-Security, die Montag und Dienstag in der estnischen Hauptstadt Tallinn stattfindet, hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, mehr für den Schutz der Computernetzwerke zu tun.
Verlust von 150 Milliarden Euro
Das organisierte Verbrechen würde zunehmend Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur und die Schwächen der User ausnutzen, so die Kommissarin. Eine einmonatige Unterbrechung der Internet-Dienste in der EU oder den USA würde zu Verlusten von mindestens 150 Milliarden Euro führen, so Reding, die den Mitgliedsstaaten vorwarf, die IT-Sicherheit zu vernachlässigen.
ENISA, die EU-Behörde für Netzwerksicherheit, sei noch weit davon entfernt, ein Hauptquartier zur Abwehr von Angriffen auf die Infrastruktur der Union zu sein.
Reding forderte, einen EU-Beauftragten für Sicherheit in der Informationstechnik, einen "Mister Cyber-Security", einzusetzen, der die IT-Sicherheitsbestrebungen in den Mitgliedsländern koordinieren solle. Die EU-Kommission hatte sich in einem Strategiepapier kürzlich dafür ausgesprochen, die IT-Sicherheitsstellen in den Mitgliedsländern besser auszustatten und zu vernetzen.
