Japanische Chipriesen vor Fusion
NEC und Renesas auf dem Weg zur Nummer drei in der Branche
Die japanischen Unternehmen NEC Electronics und Renesas Technology haben bestätigt, dass sie fusionieren und so zum drittgrößten Chiphersteller der Welt aufsteigen wollen. Die Verhandlungen sollten bis Ende Juli, der Zusammenschluss im kommenden April abgeschlossen sein, teilten die Konzerne am Montag mit.
Mit einem Jahresumsatz von knapp 13 Milliarden Dollar würde der neue Konzern in Japan Toshiba als Branchenprimus ablösen und weltweit hinter Intel und Samsung Electronics zum drittgrößten Chiphersteller aufsteigen.
Überkapazitäten
Experten halten den Zusammenschluss für sinnvoll, weil die Aussichten für eine baldige Erholung der Chipnachfrage inmitten der derzeitigen Konjunkturflaute düster sind und die Branche seit Jahren mit Überkapazitäten kämpft. Als Erstes brach im Jänner die frühere Infineon-Tochter Qimonda zusammen. Die börsennotierte NEC Electronics gehört mehrheitlich dem japanischen Elektronikkonzern NEC. Renesas ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi und Mitsubishi Electric und nicht börsennotiert.
Hitachi-Chef Takashi Kawamura sagte, der fusionierte Konzern werde sich womöglich um staatliche Hilfsgelder bewerben. Die japanische Regierung will mit mehreren Milliarden Dollar den unter den Folgen der Finanzkrise leidenden Firmen aus der Kreditklemme helfen.
(Reuters)
