Chiphersteller NEC und Renesas fusionieren
Nach Zusammenschluss Nummer drei in der Branche
Mit einer Mega-Fusion wollen sich zwei japanische Chipriesen gegen die anhaltende Branchenschwäche rüsten. NEC Electronics und Renesas Technology seien in der Endphase ihrer Gespräche über einen Zusammenschluss, sagten vier über die Sache informierte Personen am Donnerstag. Die Unternehmen wollten den Umsatzrückgang durch eine Bündelung ihrer Kräfte auffangen.
Die Fusion ist demnach für Anfang 2010 geplant. Der Tageszeitung "Nikkei" zufolge soll sie noch in diesem Monat fixiert werden.
In Japan vor Toshiba
Der neue Konzern würde dem Marktforschungsunternehmen Gartner zufolge hinter Intel und Samsung Electronics zum drittgrößten Chiphersteller aufsteigen. Mit einem Jahresumsatz von knapp 13 Milliarden Dollar (9,9 Mrd. Euro) würde er in Japan Toshiba als Branchenprimus ablösen.
Zusammenschluss sinnvoll
Experten halten den Zusammenschluss für sinnvoll, weil die Aussichten auf eine baldige Erholung der Chipnachfrage inmitten der derzeitigen Konjunkturflaute düster sind und die Branche seit Jahren mit Überkapazitäten kämpft.
Als Hürde für die Fusion gelten Überlappungen und überschüssige Kapazitäten. NEC Electronics und Renesas seien beide stark im Microcontroller- und System-LSI-Geschäft, sagte Masaya Yamasaki von Nomura Securities.
Die börsennotierte NEC Electronics gehört mehrheitlich dem japanischen Elektronikkonzern NEC. Renesas ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi und Mitsubishi Electric und nicht gelistet.
(Reuters)
