Siebel mit Gewinn- und Umsatzeinbruch
Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent Siebel Systems hat im ersten Quartal wegen der schwachen Investitionstätigkeit der Kunden einen deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgang verbucht.
Der Reingewinn sei auf 4,6 [Vorjahreszeitraum 64,6] Millionen USD oder einen Cent je Aktie gesunken, teilte die Firma, die Software zur Unternehmenssteuerung herstellt, am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit.
Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis je Aktie in dieser Größenordnung gerechnet. Der Umsatz fiel nach Siebel-Angaben auf 332,8 Millionen USD.
Anfang des Monats hatte Siebel bereits angekündigt, wegen der Verschiebung wichtiger Aufträge würden die Erlöse im Auftaktquartal deutlich unter den Erwartungen liegen. Die Umsatzschätzungen von Analysten lagen zuletzt bei durchschnittlich 332,3 Millionen USD. Die Umsätze mit Softwarelizenzen fielen nach Unternehmensangaben um mehr als die Hälfte auf 112,1 Millionen USD.
Microsoft greift Siebel anPeopleSoft ebenfalls betroffen
Siebel-Aktien notierten im nachbörslichen Handel zunächst wenig verändert, nachdem sie die Sitzung an der NASDAQ mit 8,63 USD beendet hatten.
Bereits am Vortag hatte der SAP-Konkurrent PeopleSoft für das erste Quartal einen Gewinn- und Umsatzrückgang bekannt gegeben sowie Stellenstreichungen angekündigt.
Peoplesoft begründete die Geschäftsentwicklung mit den gekürzten Technologieinvestitionen vieler Firmen angesichts der schwachen Konjunktur.
