MS-Mitbegründer plant Sci-Fi-Museum
Microsoft-Mitbegründer Paul G. Allen will Seattle zum Mekka des Science-Fiction-Genres machen.
Geht es nach dem Willen von Allen, soll dort für zehn bis 20 Mio. USD eine Art Tempel für Sci-Fi-Fans entstehen, der die gesamte beinahe zweihundertjährige Geschichte des Genres von Mary Shelleys "Frankenstein" über Fritz Langs "Metropolis" und George Lucas' "Star Wars" bis zu "The Matrix" abdeckt.
Der Arbeitstitel des Projekts ist "The Science Fiction Experience", kurz SFX. Ab dem Sommer 2004 soll es für die Besucher das Tor in die Welt der Science-Fiction sein. Das Promotionmaterial verspricht "Monster mit Käferaugen" und "alternative Realitäten".
Das "kulturelle Projekt", wie es der US-Milliardär nennt, soll eine Mischung aus Museum, Unterhaltungspark und Kindertraum werden.
Allen liegt auf Platz vier der Forbes-ListeVorerst "nonprofit"
In einem Interview habe Allen gemeint, das "Hybrid-Projekt" soll als Nonprofit-Einrichtung starten, aber möglicherweise zu einem Geschäft werden. Es werde eine "Multimedia-Komponente" geben, aber das Projekt soll kein Themenpark a la Disneyland werden.
Geplant sei unter anderem eine "Hall of Fame" der Sci-Fi-Helden, eine andere Halle soll wie das Innere eines Raumschiffes aussehen. Auch eine Sammlung aller bekannten Spezies oder Kreaturen soll angelegt werden.
Für Beratungen greift Allen auf Autoren wie Ray Bradbury, Octavia Butler, Greg Bear und Arthur C. Clarke zurück. Die Kosten des Projekts trägt der US-Milliardär selbst.
Faszination als Motivation
Als Motivation für das Projekt gab Allen seine Faszination für das Genre an. Seitdem er als Kind ein Buch mit dem Titel "Spaceship Galileo" gelesen hat, sei er ein "großer Fan" der Science-Fiction.
