Columbia-Datenrecorder wird untersucht
Ein Datenrecorder aus der vor sechs Wochen abgestürzten "Columbia"-Raumfähre ist am Donnerstag im Johnson Space Center in Houston eingetroffen.
Von dem Gerät, einer Art Black Box für Raumfähren, erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Unglücksursache. Nach Angaben von NASA-Sprecher James Hartfield ist Ende kommender Woche mit Ergebnissen zu rechnen.
Das 2.800 Meter lange Magnetband könnte Daten über Temperaturveränderungen, Luftdruck und Vibrationen aus der Phase liefern, bevor die "Columbia" auseinander brach.
Das "Orbiter Experiments Support System" [OEX] schaltet sich normalerweise kurz vor Wiedereintritt der Raumfähren in die Erdatmosphäre ein. Bei dem Absturz der Raumfähre kurz vor der Landung am 1. Februar kamen alle sieben Astronauten an Bord der "Columbia" ums Leben.
Computer der Columbia gefundenFehlersuche
Nach den Worten von NASA-Chef Sean O'Keefe vom Mittwoch war vermutlich eine Kombination mehrerer Faktoren für die Explosion der "Columbia" verantwortlich.
Hardware-Probleme, Fehler bei Prozessen in der Flugphase und fehlerhafte Einschätzungen könnten derartige Faktoren sein, sagte er vor NASA-Spezialisten, ohne nähere Einzelheiten zu nennen.
Er erhoffe sich von den Ermittlungen Antworten, die es der Raumfahrtbehörde ermöglichten, die Shuttle-Flüge wieder aufzunehmen.
