11.02.2003

TRÜMMERSTÜCK

Bildquelle: APA

Computer der Columbia gefunden

Einer der Computer der Raumfähre ist inzwischen gefunden worden und wird zurzeit im Johnson Space Center untersucht. Es sehe so aus, als sei der "allgemeinen Zwecken" dienende Computer "in ganz gutem Zustand".

Ein Trümmerstück vom linken Flügel wurde bereits vor mehreren Tagen rund 300 Kilometer von Fort Worth in Texas gefunden, aber erst jetzt identifiziert. Danach gehörte der rund 70 mal 65 Zentimeter große Trümmerteil zur Vorderkante des mit den Kacheln des Hitzeschildes bedeckten Flügels.

Die Theorien der NASA

Die NASA verfolgt bei ihren Untersuchungen verschiedene Theorien, darunter die Möglichkeit, dass die Columbia von Weltraummüll getroffen wurde. Die Vermutungen gehen immer noch davon aus, dass eine Beschädigung des linken Flügels das Auseinanderbrechen des Shuttles verursachte.

Am Montag präsentierte NASA-Chef Sean O'Keefe im US-Fernsehen ein Bild, das ein Armeeteleskop am zweiten Tag der 16-tägigen Shuttle-Mission aufnahm.

Dort sei etwas zu erkennen, das mit der Fähre zusammengestoßen sein könnte. "Das ist eine von vielen Theorien", sagte O'Keefe. "Wir schließen nichts aus." Bei dem Objekt könnte es sich um Weltraummüll handeln.

An Bord der ISS

Keiner fühle sich in der Station rund 400 Kilometer über der Erde "gestrandet", sagte Astronaut Don Pettit. "Wir könnten leicht länger als ein Jahr bleiben, ohne zu vereinsamen oder uns zu langweilen."

Die drei Männer an Bord der ISS - neben Bowersox und Pettit der Kosmonaut Nikolai Budarin - sollten ursprünglich im März gegen eine neue Crew ausgewechselt werden und mit einem Shuttle zur Erde zurückkehren. Die Besatzung kann allerdings jederzeit mit der russischen "Sojus"-Raumkapsel, die für den Notfall an der Station angedockt ist, zur Erde zurückkehren.

Zurzeit ist ein russischer "Progress"-Raumfrachter an der ISS angedockt und beschleunigte die ISS, um sie in eine höhere Erdumlaufbahn zu bringen. Die maximale Flughöhe über der Erde liegt bei 406 Kilometern. Bedingt durch Reibungswiderstand und verminderte Fliehkraft sinkt die Station täglich um 150 bis 200 Meter ab.

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